Jujuy ist die nördlichste Provinz Argentiniens und wird mit Einwanderern aus dem angrenzenden Bolivien und den abgelegenen Berggegenden geradezu überschwemmt. Sie kommen in der Hoffnung, hier Arbeit zu finden, aber das ist leider sehr schwierig. So wohnen sie in ärmlichen Hütten am Stadtrand ohne Wasser und Strom und nur mit Erdfußboden.
Die Familienverhältnisse sind oft problematisch. Alkoholismus und Drogenabhängigkeit sind an der Tagesordnung. In den letzten Jahren hat sich das Drogenproblem durch das starke Wachstum der Stadt noch verschlimmert. Paare bleiben nur für kurze Zeit beieinander, und es gibt viele junge ledige Mütter in sehr verzweifelten, schier ausweglosen Situationen.
Die Christusträger-Schwestern werden täglich mit den Problemen der ledigen Mütter konfrontiert, die mit Kind keinen Arbeitsplatz bekommen. Die meisten dieser Frauen sind zwischen 14 und 30 Jahren alt, hatten selbst eine sehr schwere Vergangenheit und lernten nie ein geordnetes Familienleben kennen. Als Kinder wurden sie oft ausgenutzt, misshandelt oder missbraucht. Auch arme kinderreiche Familien gibt es viele, so dass Frauen mit mehreren Kindern ebenfalls dringend arbeiten gehen müssen. Ohne Ausbildung müssen sie als Hausmädchen arbeiten und haben keine andere Wahl, als ihre Kleinkinder währenddessen alleine zuhause einzusperren oder auf die Hilfe von Nachbarn zu hoffen, die mit der Versorgung der vielen eigenen Kinder bereits überfordert sind.
Angesichts dieser Not haben die Christusträger-Schwestern die Kindertagesstätte Arche Noah errichtet. Hier können Kinder von ledigen Müttern oder aus sehr armen Familien tagsüber versorgt werden. Ihr Alter liegt zwischen neun Monaten und neun Jahren.
Die Kinder erhalten ausgewogene Mahlzeiten, eine liebevolle Betreuung und Förderung durch christliche Mitarbeiterinnen. Zweimal in der Woche kommt ein Arzt und behandelt die kranken Kinder. An einigen Nachmittagen gibt es für die Mütter Kurse in Lesen, Schreiben, Handarbeiten oder Erziehungsfragen. Besonders die angebotenen Bibelkurse werden gern und gut besucht. Die seelsorgerliche und praktische Betreuung der Mütter ist heute zu einem großen und wichtigen Teil der Aufgabe geworden.
Der Christusträger-Waisendienst finanziert diese Einrichtung mit Projektpatenschaften und dankt Ihnen für Ihre Unterstützung.
Christusträger-Waisendienst
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Die Kollekte, welche seit 21.11.2010 im KEIMLING-Gottesdienst eingesammelt wird, geht ohne Abzug an dieses Projekt.